Softwarelösungen, Produktionstechnologie und Dienstleistungen für Ihr Unternehmen

RG Technologies CCAD 2D-Konstruktion CCUT Zuschnittsysteme Leder Schuhe Automotive Polstermöbel

RG Technologies ist Entwickler und Anbieter von innovativen und integrativen Softwarelösungen, Technologien und Dienstleistungen. Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit der Produktentwicklung und den Produktionsprozessen bei der Verarbeitung von Leder und Flächenmaterialien.

 

Auf unserer Homepage können Sie sich umfassend über unser Angebot informieren. Wollen Sie mehr über uns erfahren? Bitte kontaktieren Sie uns.



RG Technologies Blog

Developers Diaries #18 - Installation eines Zuschnittsystems in Südafrika

Die Installation eines Zuschnittsystems in den Developer Diaries? Sie fragen sich zurecht ob dieser Blogbeitrag hier richtig ist. Aber wir bei RG Technologies sind der Auffassung, dass ein gewisser Praxisbezug bei allen Angestellten wichtig ist, um eine optimale Weiterentwicklung unserer Produkte zu gewährleisten. Deshalb war ich bei der Installation des Systems für unseren Neukunden Trendi Holdings in Durban als Unterstützung für unseren Application Engineer Peter Unterseher involviert.

 

Ein weiterer Grund war auch der Umfang der Installation. Der Aufbau eines Zuschnittsystems, inklusive aller verfügbaren Module, und des vorgelagerten CAD ist für eine Person in zwei Wochen nur sehr schwierig zu schaffen. Vor allem wenn man bedenkt, dass auch das Team des Kunden in dieser Zeit geschult werden muss, und dies unsere erste Installation in Südafrika war.

 

Die ersten Tage benötigten wir für den Aufbau des Bullmer Schneidetisches. Beginnend mit der optimalen Position der Anlage bis zur endgültigen Inbetriebnahme und ersten Testschnitten. Parallel konnte bereits mit der Anbringung der Halterungen für die Sensorik und die Projektoren begonnen werden.

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen bereits den vorderen Arbeitsbereich, an dem die Häute erfasst und die Teile genestet werden. Im Hintergrund wird die Aufhängung für die Projektoren der Absortierung vorbereitet. Nach einer ersten, zunächst noch provisorischen, Verkabelung konnte mit den Tests für die Erfassung und das Nesting begonnen werden.

Im Hintergrund sieht man auf den beiden Bildern noch die bisher verwendeten Schablonen für den manuellen Zuschnitt. Das Ziel ist, diesen Bereich komplett frei zu bekommen.

 

In der zweiten Woche konnte wie geplant mit dem Training am Schneidetisch und am CAD begonnen werden. Bereits am zweiten Tag der Schulung wurden in unserem System konstruierte Teile für die Produktion geschnitten. Im Laufe der Woche wurde das Team immer selbstständiger und in den letzten Tagen waren wir nur noch produktionsbegleitend und beratend vor Ort.

RG Technologies CCUT Zuschnittsystem bei Trendi Holdings: Erfassung - Automatisches Nesting - Schneiden - Absortieren

Besonders bedanken möchte ich mich bei allen beteiligten Personen von Trendi Holdings, N&T Sewing Technologies, Bullmer und Esto Schintex, die uns bei der Installation des Systems tatkräftig unterstützt haben. Ohne deren Hilfe wäre die Installation nicht so reibungslos und erfolgreich durchzuführen gewesen.

 

Speziell Derick und Timm von N&T Sewing Technologies haben uns über die gesamten zwei Wochen auch neben der Arbeit betreut und uns die Gastfreundschaft Südafrikas näher gebracht. Herzlich bedanken wir uns auch bei Jeremy Rom, dem Geschäftsführer von Trendi Holdings. Wir kommen gerne wieder.

 

Um abschließend auf den Praxisbezug zurück zu kommen: Ja, wir haben auch bei dieser Installation wieder einiges gelernt und werden die neuen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung unserer Produkte einbeziehen.

Bleiben Sie online und viele Grüße

 

Gerald Meister


Developers Diaries #17 - Der PEAKTOURe Workflow

Der Begriff Workflow definiert in der Arbeitswelt die einzelnen, technisch notwendigen, Arbeitsschritte, die innerhalb einer Produktionskette erforderlich sind. Bei der Entwicklung von PEAKTOURe verfolgen wir neben dieser, rein technischen Herangehensweise, einen weiteren Ansatz und legen die Aufmerksamkeit auch auf die ursprüngliche Bedeutung des Wortendes – dem Flow.

 

Schauen wir doch erst einmal woher der Begriff Flow eigentlich stammt. Flow definiert nämlich keinen Ablauf sondern einen erstrebenswerten Zustand und wird oft mit Extremsportlern in Verbindung gebracht.

 

Laut Wikipedia und Mihály Csíkszentmihályi, einem der Schöpfer der Flow-Theorie, wird Flow wie folgt definiert:

Flow bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust.

OK, jetzt kann man natürlich sagen, was haben Schaffens- und Tätigkeitsrausch mit der normalen, täglichen Arbeitsumgebung zu tun? Kann man diesen Zustand innerhalb einer Produktionsumgebung kontinuierlich erreichen? Eigentlich nein und ich glaube das sollte auch nicht das Ziel unserer Software sein. Aber mit der folgenden, zusätzlichen Erläuterung aus Wikipedia kommt man relativ schnell auf ein Ziel, dass wir uns bei RG Technologies bei der Umsetzung von PEAKTOURe gesetzt haben:

Flow kann bei der Steuerung eines komplexen, schnell ablaufenden Geschehens im Bereich zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile) entstehen.

RG Technologies PEAKTOURe Workflow CCAD CCUT 2D Automatische Zuschnittsysteme Cutting Leder Leather

Abbildung 1: Der Flow zwischen Produktionsanforderungen und Kenntnissen und Fähigkeiten.

Das Ziel in PEAKTOURe ist es somit nicht einen stetigen Flow zu erreichen, das kann nur der Anwender selbst. Durch die Anpassbarkeit und Skalierbarkeit der Software soll für die jeweilige Prozesskette ein optimierter Ablauf zur Verfügung gestellt werden. Die handelnden Personen sollten dabei weder über- noch unterfordert werden.

So geht die Skalierung weit über einfache Anpassungen des User Interfaces hinaus. Abbildung 2 zeigt einen Screenshot aus einer ersten PEAKTOURe organise Version. Darin kann man erkennen, dass das Freigabesystem, für die Steuerung der einzelnen PEAKTOURe Module, frei editierbar ist.

RG Technologies PEAKTROURe organise Freigabesystem

Abbildung 2: Das Freigabesystem in PEAKTOURe organise

In der einfachsten Einstellung gibt es keinerlei Freigaben, ein Auftrag kann direkt nach der Erstellung der grafischen Daten bearbeitet werden. Als eine der Alternativen benutzt man bis zu 6 verschiedene Freigabestati, die mit Triggern belegt werden können und für einzelne Module noch zusätzlich variierbar sind. Natürlich sind auch verschiedene Zwischenschritte möglich und das Setup kann nachträglich, an die sich stetig ändernden Anforderungen, angepasst werden.

 

Neben dem Freigabesystem gibt es noch viele andere Bereiche in PEAKTOURe, die über Einstellungen oder Zusatzlizenzen an die speziellen Anforderungen eines Kunden angepasst werden können. Denn selbst die zuvor erwähnten Extremsportler (oder auch Anfänger) erreichen den von ihnen angestrebten Flow im Normalfall nur mit einem für Sie optimierten Equipment.

 

Das ist er also, der PEAKTOURe Workflow. Ein auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasstes Softwarepaket, dass die Voraussetzung für einen optimalen Arbeitsablauf gewährleistet und dabei die Fähigkeiten und Kenntnisse der Anwender berücksichtigt. Vielleicht kommt er dann ja auch zu Ihnen, der richtige Flow.

 

Bleiben Sie online und viele Grüße

 

Gerald Meister


Developers Diaries #16 - Back in Time

Herzlich willkommen zu unserem neuesten Diaries Blog. Heute machen wir einen Schritt zurück und sehen uns ein paar Punkte des aktuellen Nesting Programms CCUT noch einmal an.

Der Grund für diese kurze Bestandsaufnahme sind die großen Fortschritte im Auftragsmodul von PEAKTOURe organise. Dazu wird es in einem der kommenden Diaries weitere Informationen geben. Der nächste Schritt unserer Neuentwicklung wird sein, CCUT in die neue Produktfamilie zu übertragen. Viele der Funktionen wie die Konturerkennung, die in Diary #13 ausführlich beschrieben wurde, sind in einer Vorabversion von PEAKTOURe produce bereits realisiert worden. Jetzt wird es darum gehen, eine für den Anwender optimierte UI zu schaffen, und nochmals das aktuelle CCUT auf Herz und Nieren zu überprüfen, damit keine der Funktionen bei der Entwicklung unserer Softwarelösung übersehen wird.

Dabei wird uns wieder bewusst, wie groß der Funktionsumfang in CCUT bereits ist, und wie flexibel die Abläufe auf die Kundenbedürfnisse angepasst werden können. Deshalb ein paar wichtige Highlights, die teilweise auch schon in vorherigen Diaries behandelt wurden.

Tandembetrieb

Wir sind in der glücklichen Lage, den für Sie perfekten Schneidetisch aus einem Pool von Herstellern und deren verschiedener Linien auswählen zu können. Aus diesem Grund war es für uns wichtig, für jeden Schneidetisch einen über die Software gesteuerten Tandembetrieb anbieten zu können.

Beim Tandembetrieb wird der Schneidetisch in zwei verschiedenen Zonen aufgeteilt. In einem Bereich des Tisches findet das Nesting statt, während in der zweiten Zone geschnitten und absortiert wird. Durch diese Trennung der Arbeitsbereiche wird die Produktionsrate deutlich erhöht.

Die Zonen können dabei auch asymmetrisch aufgeteilt werden. Einzig die Vakuumzonen des Tisches bilden hier eine Begrenzung. Natürlich kann bei großen Materialien jederzeit auf den kompletten Schneidbereich zurückgegriffen werden, indem der Tandembetrieb deaktiviert wird. Dies erlaubt dem Kunden die maximale Flexibilität für die sich stetig ändernden Anforderungen im Produktionsumfeld.

RG Technologies CCUT Zuschnitt Tandembetrieb Nesting Schuhe Lederwaren Polstermöbel Automotive

Offline-/Online-Nesting

Die Kombination aus Offline- und Online-Nesting gibt es bei CCUT bereits seit den Anfangszeiten von RG Technologies. Das werden 2023 bereits 20 Jahre Erfahrung im Schneiden und Nesten sein. Wir sind sozusagen Pioniere auf diesem Gebiet.

Durch eine Aufteilung in verschiedene Produktionsprozesse ist es möglich, die Erfassung der Konturen an einer Arbeitsstation durchzuführen. Das eigentliche Nesting kann im Anschluss an einem handelsüblichen PC stattfinden. Die genesteten Häute werden im Anschluss auf dem Schneidetisch geladen, geschnitten und wieder absortiert. Abhängig vom Material, der Geometrie und dem gewünschten Produktionsvolumen können die Prozesse beliebig kombiniert und auch auf eine Station zusammengefasst werden.

Archivbild Offline-Nesting

Die nebenstehende Abbildung zeigt ein Archivbild einer unserer Offline-Nesting Stationen aus den frühen 2000er Jahren.

Alleine aus den beiden beschriebenen Produktionsabläufen ergeben sich mit den verschiedenen Arten von Schneidetischen, mit Conveyor, ohne Conveyor, … eine riesige Anzahl von Kombinationen, die es ermöglichen, für jeden Kunden die optimale Lösung zu konfigurieren. Dabei ist natürlich die bereits erwähnte 20-jährige Erfahrung von RG Technologies von immenser Bedeutung, um gemeinsam mit Ihnen, ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Konzept zu entwickeln.

Bleiben Sie online und viele Grüße

 

Gerald Meister



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